Biografie von Ball

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Hugo Rudolf Ball wurde am 22. Februar 1886 in Pirmasens als Sohn des Schuhreisenden Carl Ball und dessen Frau Josephina, geb. Arnold, geboren. Er war das fünft von sechs Kindern und erlebte während seiner Kindheit eine streng katholische Erziehung. Im Alter von fünf Jahren besuchte er de Volksschule in Pirmasens, bevor er dann im Jahre 1895 für sechs Jahre das königliche Progymnasium wechselte. 1901 folgte er dem Wunsch seiner Eltern und begann in Pirmasens eine Lehre in einer Lederhandlung. In diese Zeit fallen auch die ersten dichterischen Versuche. Nachdem er drei Jahre später aus gesundheitlichen Gründen seine Lehre abbrechen musste, erhielt er Privatunterricht zur Vorbereitung auf die letzten Gymnasialklasse. Ein Jahr später wechselte er in das königliche humanistische Gymnasium in Zweibrücken, wo er im Juli 1906 das Abitur ablegte. Drei Monate später begann Ball ein Studium der Germanistik, Geschichte und Philosophie in München, wechselte jedoch nach zwei Semestern an die Universität Heidelberg und wiederum nur zwei Semester später zurück nach München. Anfang 1910 kam es nicht nur zu einer Zerrüttung des Verhältnisses mit seiner Familie, sondern auch zum Abbruch seiner Studiums. In der Folgezeit widmete er sich der Schauspielschule in Berlin und nahm ein Jahr später an mehreren Aufführungen als Regisseur und Dramaturg des Stadttheaters Plauen teil. Im Sommer 1912 wechselte Ball an das Münchner Lustspielhaus. Ab dem Jahre 1913 arbeitete er neben seiner Theatertätigkeit zusätzlich als Redakteur für einige Theaterverlage. Ein Jahr später veröffentlichte er unter dem Synonym Klarinetta Klaball zusammen mit Klabund und Marietta die Monaco einige Gedichte. Im Oktober desselben Jahres ging er zurück nach Berlin, wo er zu der expressionistischen Avantgarde gehörte. Ball entwickelte sich zu einem resoluten Kriegsgegner und beschäftigte sich intensiv mit Revolutionsbewegungen und Anarchismus. Im Mai 1915 wurde er von Walter Serner nach Zürich eingeladen, wohin er daraufhin zog. Die nächste Zeit geriet er in eine wirtschaftliche Notlage. In den nächsten Monaten siedelte er von Ort zu Ort (Zürich - Tessin - Zürich - Ascona - Bern). In Bern wurde er im August 1918 literarischer Leiter des neugegründeten Freien Verlags. Am 21. Februar 1920 heiratete er Emmy von Hennings in Bern, die mit ihm schon Jahre zuvor nach Zürich gezogen war. Einige Tage danach siedelten beide nach Berlin. Nur wenige Monate später löste sich der Freie Verlag in Bern wieder auf. Im Sommer desselben Jahres wechselte Ball mit seiner Frau erneut den Wohnort und lebte fortan in Agnuzzo, einem Dorf am Luganer See. Im Herbst 1921 zog es sie wieder nach München. Am 30. August 1923 starb Balls Mutter in Pirmasens. In den Jahren 1924-1926 standen erneut mehrere Wohnortwechsel innerhalb Italiens an, bevor sie sich wieder in Tessin niederließen. Am 14. September 1927 starb Ball in Sant' Abbondio bei Lugano an Magenkrebs.