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Seite 2

Erstes Buch

 

Lyrische Gedichte

   Die Nachtfeier der Venus.

      Nach dem Lateinischen.

             1. Vorgesang

Morgen liebe, was auch nimmer
Noch geliebet, hat zuvor!
Was geliebt hat längst und immer,
Lieb' auch morgen nach wie vor!

Unter frohen Melodieen
Ist der junge Lenz erwacht.
Seht, wie Stirn und Wang' ihm glühen,
Wie sein helles Auge lacht!
Über Saat und Kräuterrasen,
Hain und Garten schwebet er.
Sanfte Schmeichellüftchen blasen
Wohlgerüche vor ihm her.
Segenvolle Wolken streuen
Warme Tropfen auf die Flur,
Labsal, Nahrung und Gedeihen
Jedem Kinde der Natur.

Morgen liebe, was auch nimmer
Noch geliebet hat zuvor!
Was geliebt hat längst und immer,
Lieb' auch morgen nach wie vor!

Lieb' und Gegenliebe paaret
Dieses Gottes Freundlichkeit,
Und sein Süßestes versparet
Jedes Tier auf diese Zeit.
Wann das Laub ihr Nest umschattet,
Paaren alle Vögel sich.
Was da lebet, das begattet
Um die Zeit der Blüte sich.

Morgen liebe, was auch nimmer
Noch geliebet hat zuvor!
Was geliebt hat längst und immer,
Lieb' auch morgen nach wie vor!

Wonneseliger und röter
Bricht uns dieser Morgen an,
Als der bräutliche, da Äther
Mutter Tellus liebgewann;
Da ihr Schoß vom Himmelsgatten
Floren und den Lenz empfing,
Und des ersten Haines Schatten
Um die Neugebornen hing.

Morgen liebe, was auch nimmer
Noch geliebet hat zuvor!
Was geliebt hat längst und immer,
Lieb' auch morgen nach wie vor!

Als der erste Frühling blühte,
Wand, erzeugt aus Kronus Blut,
Wand sich Venus Aphrodite,
Bei gelinder Wogenflut,
Wunderlieblich aus des grauen
Ozeans geheimen Schoß,
Angestaunet von den blauen
Wasserungeheuern, los.

Morgen liebe, was auch nimmer
Noch geliebet hat zuvor!
Was geliebt hat längst und immer,
Lieb' auch morgen nach wie vor!


           2. Weihgesang

Stimmt, zu Aphroditens Feier,
Stimmt ihn an, den Weihgesang!
Töne d'rein, gewölbte Leier!
Hall' am Felsen, Wiederklang!
Morgen ziehen ihre Tauben
Sie herab in unsern Hain;
Morgen, unter Myrtenlauben,
Ladet sie zu Tänzen ein;
Morgen winkt vom hohen Throne
Uns ihr goldner Richterstab,
Und sie spricht, zu Straf' und Lohne,
Gütevolles Recht herab.

Morgen liebe, was auch nimmer.
Noch geliebet hat zuvor!
Was geliebt hat längst und immer,
Lieb' auch morgen nach wie vor!

Gilt, den Thron ihr zu erheben!
Froh vollbringet ihr Gebot!
Flora soll ihn überweben,
Golden, blau und purpurrot.
Spend', o Flora, jede Blume,
Die im bunten Enna lacht!
Flora, zu der Holden Ruhme,
Spende deine ganze Pracht!

Morgen liebe, was auch nimmer
Noch geliebet hat zuvor!
Was geliebt hat langst und immer,
Lieb' auch morgen nach wie vor!

Sie wird thronen; wir Geweihte
Werden tief ihr huldigen.
Amor thronet ihr zur Seite,
Sammt den holden Grazien.
Alle Nymphen sind geladen.
Nymphen aus Gefild' und Hain,
Oreaden und Najaden
Werden hier versammelt sein.
Alle sind herbei gerufen,
Vor der Göttin Angesicht;
Mit zu sitzen auf den Stufen
Zu dem hohen Throngericht.

Morgen liebe, was auch nimmer
Noch geliebet hat zuvor!
Was geliebt hat längst und immer,
Lieb' auch morgen nach wie vor!

Schon durchwallt die frohen Haine
Die berufne Nymphenschar.
Amor flattert mit; doch Keine
Naht sich ihm und der Gefahr. -
Nymphen, die sein Köcher schreckte,
Wißt ihr nicht, was ihm geschehn,
Daß er heut die Waffen streckte,
Daß er heut muß wehrlos gehn?
Unverbrüchlichge Gesetze
Wollen, daß sein Bogen heut
Keiner Nymphe Brust verletze. -
Aber, Nymphen, scheut, o scheut
Ihn auch nackt! Er überlistet,
Er verletzt euch Mädchen doch!
Denn den Waffenlosen rüstet
Seine ganze Schönheit noch.

Morgen liebe, was auch nimmer
Noch geliebet hat zuvor!
Was geliebt hat längst und immer,
Lieb' auch morgen nach wie vor!

Nymphen, rein wie du an Sitte.
Sendet, keusche Delia,
Sendet dir mit sanfter Bitte
Venus Amathusia:
Morgen triefe dies Gesträuche
Von des Wildes Blute nicht!
Deines Hornes Klang verscheuche
Dieses Haines Vögel nicht.
Selber wäre sie erschienen,
Selber hätte sie gefleht,
Doch sie scheute deiner Mienen,
Deines Ernstes Majestät.
Weich' aus unserm Feierhaine
Venus Amathusia
Walte morgen hier alleine!
Weich', o keusche Delia!

Morgen liebe, was auch nimmer
Noch geliebet hat zuvor!
Was geliebt hat längst und immer,
Lieb' auch morgen nach wie vor!

Dich auch lüd' in diese Haine
Traulich unsre Göttin ein,
Ziemt' es dir, o Keusche, Reine,
Unsrer Lust so nah' zu sein.
Ha! Du solltest Jubel hören!
Hören Sang und Zymbelklang!
Solltest uns in Taumelchören
Schwärmen sehn drei Nächte lang;
Solltest bald in Wirbelreigen
Uns um rasche Nymphen drehn,
Bald, zu Paaren unter Zweigen,
Süßer Ruhe pflegen sehn.
Auch der Held, der fern am Indus,
Vom bezähmten Pardel stritt,
Ceres und der Gott vom Pindus
Freu'n sich unsrer Freuden mit.

Morgen liebe, was auch nimmer
Noch geliebet hat zuvor!
Was geliebt hat längst und immer,
Lieb' auch morgen nach wie vor!


             3. Lobgesang

Heller glänzt Aurorens Schleier.
Auf! Beginnt den Lobgesang!
Töne d'rein, geweihte Leier!
Hall' am Felsen, Wiederklang!
Aphroditens Hauch durchdringet,
Bis zur Gränze der Natur,
Wo die letzte Sphäre klinget,
Alle Pulse der Natur.
Sie befruchtet Land und Meere,
Sie das weite Luftrevier.
Wie sie zeuge, wie gebäre,
Weiß die Kreatur von ihr.

Morgen liebe, was auf nimmer
Noch geliebet hat zuvor!
Was geliebt hat längst und immer,
Lieb' auch morgen nach wie vor!

Wie mit Perl' und Edelsteine,
Schmückt sie bräutlich unsre Welt;
Streuet Blüten auf die Haine,
Blumen über Wies' und Feld.
Sie enthüllt die Anemonen,
Schließt den goldnen Krokus auf;
Setzet die azurnen Kronen
Prangenden Cyanen auf.
Den Päonien entfaltet
Sie das purpurne Gewand;
Wie der Mädchen Busen, spaltet
Junge Rosen ihre Hand.
Ichor ihrer Dornenwunde
Färbt' einst ihren Silberschein,
Und ein Hauch aus ihrem Munde
Strömte Wohlgeruch hinein.

Morgen liebe, was auch nimmer
Noch geliebet hat zuvor!
Was geliebt hat längst und immer,
Lieb' auch morgen nach wie vor!

Liebe segnet die Gefilde,
Und beseliget den Hain;
Liebe flößt dem rauhen Wilde
Wonnigliche Regung ein.
Gatten um die Gatten hüpfen
Rüstig durch den Wiesengrund.
Aphroditens Hände knüpfen
Ihren süßen Liebesbund.
Alte Sage bringt zu Ohren:
Daß sie auf der Hirtenflur
Selber einst den Sohn geboren,
Den Beherrscher der Natur.

Morgen liebe, was auch nimmer
Noch geliebet hat zuvor!
Was geliebt hat längst und immer,
Lieb' auch morgen nach wie vor!

Sie entriß Anchisens Laren
Dem entflammten Ilion,
Und aus tausend Meergefahren
Den verfolgten biedern Sohn.
Sie schlang um die Hand Äneens
Und Laviniens ihr Band,
Und die keusche Zone Rheens
Löste sie durch Mavors Hand.
Sie vermählte Romuls Diener,
Halb durch List und halb durch Macht,
Mit den Töchtern der Sabiner.
Aus der Saat der ersten Nacht
Keimten großer Thaten Thäter,
Wunder für der Nachwelt Ohr,
Und die edlen weisen Vater
Ihres Vaterlands empor.

Morgen liebe, was auch nimmer
Noch geliebet hat zuvor!
Was geliebt hat längst und immer,
Lieb' auch morgen nach wie vor!

Schall', o Maigesang, erschalle!
Töne, Cypris Hochgesang!
Hört ihr? Singen ihr nicht alle
Fluren, alle Wälder Dank?
Von dem Anger tönt das laute
Luftgebrüll der Herden ihr.
Aus Gesträuche, Gras und Kraulte
Summt sein Lied das Würmchen ihr.
Ihr nur schnattert das Gefieder
Von den Teichen Dank empor;
Und der edlern Vögel Lieder
Sind ein Opfer ihrem Ohr.
Horcht! Es wirbelt Philomele
Tief aus Pappelweiden d'rein.
Liebe seufzet ihre Kehle;
O wie könnt' es Klage sein?
Nicht um Tereus Grausamkeiten
Wimmert Prognens Schwester mehr.
Soll ich nicht ihr Lied begleiten?
Stimmet mich kein Frühling mehr?
Ha, erwachte nicht im Lenze
Meine Brust zu Lied' und Sang,
So entwelkten mir die Kränze,
Die um's Haupt mir Phöbus schlang.
Phöbus Huld müßt' ich entbehren;
Stimm' und Laute nähm' er mir:
Säng' ich, Mai, nicht dir zu Ehren,
Nicht zu Ehren, Liebe, dir.
Darum werde, wann die Schwalbe
Singend ihre Wohnung baut,
Werd', o Sang, gleichwie die Schwalbe,
Nach der Winterstille laut!

Morgen liebe, was auch nimmer
Noch geliebet hat zuvor!
Was geliebt hat längst und immer,
Lieb' auch morgen nach wie vor!

 

            An ein Maienlüftchen.

Auf, Maienlüften, aus den Blumenbeeten!
Wo deine Küsse Florens Töchter röten;
Wo du so liebetraulich allen heuchelst,
Und Duft entschmeichelst.

Erhebe dich, mit allem süßen Raube,
Nach jener dämmernden Holunderlaube!
Dort lauschet Lina. Laß sie deines süßen
Geruchs genießen!

Mir hat daß Glück noch keinen Kuß bescheret.
Dir aber, Liebchen, wird ja nichts verwehret.
Nimm drei für einen! Komm zurück! Nur Einer
Davon sei meiner!

 

        Lust am Liebchen.

Wie selig, wer sein Liebchen hat,
Wie selig lebt der Mann!
Er lebt, wie in der Kaiserstadt
Kein Graf und Fürst es kann.

Ihm scheinet seiner Seligkeit
Kein Preis auf Erden gleich.
Selbst arm bis auf den letzten Deut,
Dünkt er sich krösusreich.

Die Welt mag laufen, oder stehn;
Und alles mag rund um
Kopf unten oder oben gehn!
Was kümmert er sich d'rum?

Hui! ist sein Wort zu Strom und Wind,
Wer macht aus euch sich was?
Nichts mehr, als wehen kann der Wind,
Und Regen macht nur naß.

Gram, Sorg' und Grille sind ihm Spott;
Er fühlt sich frei und froh,
Und kräht, vergnügt in seinem Gott,
In dulci Jubilo.

Durch seine Adern kreiset frisch
Und ungehemmt sein Blut.
Gesunder ist er, wie ein Fisch,
In seiner klaren Flut.

Ihm schmeckt sein Mahl; er schlummert süß
Bei federleichtem Sinn
Und träumt sich in ein Paradies
Mit seiner Eva hin.

In Götterfreuden schwimmt der Mann,
Die kein Gedanke mißt,
Der singen oder sagen kann,
Daß ihn sein Liebchen küßt. -

Doch ach! was sing' ich in den Wind,
Und habe selber keins?
O Evchen, Evchen, komm geschwind,
Komm und werde meins!

 

            Stutzertändelei.

Freund Amor, kannst du machen,
Für einen hübschen Kuß,
Daß mir Agneschen lachen
Aus frommen Augen muß?

O allerliebste Sachen,
Die ich kaum nennen kann,
Schenkt' ich für dieses Lachen
Dir, lieber kleiner Mann!

In manchem Spiel um Pfänder
Hab' ich erobert mir
Viel schöne bunte Bänder;
Die alle gäb' ich dir.

Ja dies geraubte Müschchen
Empfingest du sogar!
Und dieses Federbüschchen,
Aus Minna's blondem Haar.

Und deinen Köcher schmückte
Von golddurchwirktem Band'
Ein Röschen, welches stickte
Des schönsten Mädchens Hand.

Weckst du ihr süßes Lachen,
Sieh, so verdienst du dir,
Die Nymphen naß zu machen,
Die kleine Spritze hier.

Auch sollen dich belohnen
Bonbon und Marzipan,
Vortreffliche Makronen,
Und was dir lüsten kann.

Und siehst du dieses Gläschen
Voll Cyrakuserwein? -
Erdenke mir ein Späßchen!
Du bist ja sonst so fein. -

Ha! Kleiner, ich erfinde
Viel eher einen Plan!
Den höre mir geschwinde
Mit beiden Ohren an!

In eine kleine Fliege -
Siehst du, was ich erfand! -
Verwandle dich und fliege
Auf ihrer Schnürbrust Rand.

Dort gleite durch die Falte.
Im zarten Musselin,
Bis zu dem tiefen Spalte
Des warmen Busens hin.

Dort wage mir hernieder,
Geschickt, nach Bergmannsart,
Unschließend dein Gefieder,
Die wollustvolle Fahrt!

Dann muß es dir gelingen,
Ihr, neidenswerte Müh'!
Ein Lächeln abzuzwingen;
Da kitzle, kitzle sie!

 

                     Adeline.

Seh' ich, bei des Tempels Harmonieen,
Ihr Gesicht von Seelenandacht glühen,
Ach! so wähnt mein hochgetäuschter Blick,
Eine Himmelsbraut in ihr zu schauen.
Mir entsinket alle mein Vertrauen,
Und die Liebe bebt vor ihr zurück.

Aber seh' ich, wie im Alltagskreise,
Frei und fröhlich, doch nach Sitt' und Weise,
Sie so mädchenhaft sich haben kann;
Wie sie Scherz und Ernst so lieblich kleidet,
Und um ihre Huld sich alles neidet:
Dann wagt Liebe wieder sich heran.

Ehrfurcht neigt sich ihr im Engelglanze.
Lieb' umschmeichelt sie, im Mädchenkranze
Sanfter Myrten, ohne Himmelschein.
Ach! so himmlisch dünke sie stets allen!
Aber meiner Liebe zu gefallen,
Hold und magdlich meinem Blick allein!

 

           Huldigungslied.

Wär' ich doch so hold, wie jener
Freund der Liebeskönigin;
Oder nur ein bißchen schöner,
Als ich Armer jetzo bin!

Denn von einem hübschen Knaben
Fühltest du vielleicht den Schmerz,
Und verschmähtest nicht die Gaben,
Die ich biete: Hand und Herz.

Rührt dich auch aus blassem Munde
Liebevolle Huldigung;
O so heile meine Wunde,
Oder gib ihr Linderung!

Dienen kann dir niemand treuer
Als dein frommer Agathon.
Diese huldigende Leier
Sagt die Hälfte nicht davon.

Unermüdet will er dienen,
Deines Lebens Genius,
Und erforschen auch den Mienen
Wohlgefallen und Verdruß.

Alles, Kind, was dir behagte,
Hätt' ich's, alles gäb' ich dir.
Schande, wenn ich was versagte,
Hohe Schande wär' es mir!

Fehlen sollt' es nie im Jahre
Dir an Spielen froher Lust,
Nie an Blumen in die Haare,
Nie an Blumen vor die Brust.

Ämsig warten jeder Rebe,
Pflegen wollt' ich jeden Baum,
Daß er süße Früchte gäbe,
Nur für deinen zarten Baum.

Schattengänge, Sommerlauben
Wölbt' ich dir, zu kühler Ruh,
Trüge Beeren, Nüss' und Trauben
Dir in Binsenkörbchen zu.

Neben deinem Lager stehen,
Wann du lauschtest, wollt' ich hier.
Angenehme Kühlung wehen
Sollt' ein Myrtenfächer dir. -

Alles Leid und Mißbehagen,
Jede Sorge, jede Last
Wär' ich ganz allein zu tragen
Nun und immerdar gefaßt.

Nimmer, Liebchen, wollt' ich trüben
Deines Lebens Heiterkeit.
Alle deine Launen lieben
Wollt' ich mit Verträglichkeit.

Sei es Liebes oder Leides!
Käm' es nur von deiner Huld,
So erwidert' ich auf beides
Bald Entzücken, bald Geduld.

Flügelschläge von dem Weibchen
Trägt des Taubers frommer Sinn.
Auch von dir, geliebtes Täubchen,
Nähm' ich alles willig hin.

Hieße mich dein Blick entweichen,
Zürnte mir dein Angesicht,
Würd' ich trauernd von dir schleichen.
Widerstreben könnt' ich nicht.

Winktest du, so eilt' ich wieder,
Küßte den Versöhnungskuß,
Sänk' an deinen Busen nieder,
Und verlauschte den Verdruß. -

Liebchen, rühret dich die Weise
Dieses Liedes? Hörest du! -
Ach! die Ahndung lispelt leise
Meiner bangen Seele zu:

Daß ein wenig Schein der Wangen
Mächtiger an Zauberei,
Als das innige Verlangen
Einer guten Seele sei.

Schöne Buhler werden kommen,
Werden dich um Liebe flehn;
Und du wirst von deinem Frommen
Zu dem Schönern übergehn.

Leicht begnügen sich die Sinnen
An der Schönheit Tüncherei,
Unbekümmert, ob darinnen
Wahrheit oder Lüge sei.

Und wie oft gewann die Lüge
Ihr betrügerisches Spiel,
Wann den Sinnen nur zur Gnüge
Ihre Larve wohlgefiel.

Bunt, wie Regenbogendünste,
Aber eitel auch, wie die,
Hat sie hundert Zauberkünste;
Und mit diesen täuschet sie.

Sie hat Seufzer, sie hat Zähren;
Wörtchen, wie man gern sie hört,
Eide selber kann sie schwören,
Wie sie Treu' und Wahrheit schwört.

Ach! sie wird, um dich zu rühren,
Toben, wie Verzweifelung.
Eide werden dich verführen,
Eide falscher Huldigung. -

Dann werd' ich zur Seite treten,
Weinend über deine Wahl;
Aber dennoch brünstig beten,
Mitten unter meiner Qual:

Daß dein Herz nicht übel wähle
Was dein Auge wohl erkor.
Gott behüte, liebe Seele,
Gott behüte dich davor!

 

       Das harte Mädchen.

Ich sah so frei und wonnereich
Einst meine Tag' entschlüpfen,
Wie Vögelchen, von Zweig auf Zweig,
Beim Morgenliebe hüpfen.

Fragt jeden Sommerwind, der hier
Die Blumenau erfrischet:
Ob je ein Seufzer sich von mir
In seinen Hauch gemischet?

Fragt nur den stillen Bach im Klee:
Ob er mich klagen hörte?
Und ob von mir ein Thränchen je
Die kleinen Wellen mehrte?

Mein Auge schaute falkenhell,
Durch meilenlange Räume.
Wie Gems und Eichhorn, sprang ich schnell
Auf Felsen und auf Bäume.

So bald ich auf mein Lager sank,
Entschlief ich ungestöret
Des Wächters Horn und Nachtgesang
Hat nie mein Ohr gehöret.

Nun aber sind mir Lust und Scherz
Und Mut und Kraft vergangen.
Ein hartes Mädchen hält mein Herz,
Mein armes Herz gefangen.

Nun hauch' ich meine Seele schier
Erseufzend in die Winde,
Und girre kläglich hin nach ihr,
Gleich einem kranken Rinde.

Nun müssen Bach und Klee genung
Verliebter Zähren saugen,
Und graue Nebeldämmerung
Umwolkt die muntern Augen.

Nun härm' ich ganze Nächte lang,
Auf schlummerlosem Lager,
Die leichten Glieder matt und krank,
Die vollen Wangen hager.

An meinem Leben nagt die Wut
Grausamer Seelengeier,
Nagt Eifersucht auf fremde Glut,
Nagt mein verschmähtes Feuer.

Das harte Mädchen sieht den Schmerz,
Und mehrt ihn dennoch stündlich.
O Liebe, kennst du noch ein Herz,
Wie dieses, unempfindlich? -

Ein einzig Lächeln voller Huld
Würd' allen Kummer lindern,
Und ihre nicht erkannte Schuld
Bald tilgen, oder mindern.

Mich weckte wohl ihr süßer Ton
Noch aus dem Grabe wieder;
Ja, wär' ich auch im Himmel schon,
Er lockte mich hernieder.

 

           An den Traumgott.

Zu Schwärmer um die Ruhebetten
Von Moos und Flaum,
O Brüderchen der Amoretten,
Geliebter Traum!
Wo fandest du, sie nachzubilden,
Den Stoff so fein? -
In überirdischen Gefilden
Gewiß allein!

Zu freundlich nur für Adelinen
War dies ihr Bild.
Wann wäre sie mir selbst erschienen
So sanft, so mild? -
Verkündigst du wohl noch mir Armen
Barmherzigkeit?
Nein! nein! sie fühlet kein Erbarmen
In Ewigkeit!

O Traumgott, ist es ja dein Wille,
Mir wohlzuthun,
So wandle deine schöne Hülle,
Und kleide nun
Dich in ein Wesen, wie das Meine.
Von Gram verzehrt,
Und wie ein Leidender erscheine,
Der Trost begehrt.

Den Schatten laß mein Bildnis gleichen,
Die still bei Nacht
Durch Hallen und um Gräber schleichen.
In Trauertracht,
Mit hagrer Wang' und einer Miene.
Die Gnade fleht,
Tritt hin zu dieser Adeline,
Die mich verschmäht;

Und neige dich mit leisen Tönen
Bis an ihr Ohr;
Zähl' ihr die Seufzer und die Thränen
Der Liebe vor;
Und bring' in Aufruhr ihr Gewissen!
Ihr Schlaf entflieh'!
Und schluchzend unter Zährengüssen
Erwache sie!

 

    An die Hoffnung.

Wohlthätigste der Feen!
Du, mit dem weichen Sinn,
Vom Himmel ausersehen,
Zur Menschentrösterin!
Schön, wie die Morgenstunde,
Mit rosichtem Gesicht,
Und mit dem Purpurmunde,
Der Honigrede spricht!

Du, die mich oft erheitert,
Vernimm, o Hoffnung, mich!
Mein freies Herz erweitert
Zu Lobgesängen sich.
Sie lodern mit dem Feuer
Des frommen Danks empor.
O neig' auf meine Leier
Dein allgefällig Ohr!

Als, mit dem goldnen Alter,
Der Unschuld Glück entwich,
Da sandten die Erhalter
Gequälter Menschen dich:
Daß du das Unglück schwächtest,
Des Lasters Riesensohn,
Und Freuden wiederbrächtest,
Die mit der Unschuld flohn.

Nun wandelt im Geleite
Dir ewig Ruhe nach.
Im Aufruhr uns im Streite
Mit grausem Ungemach,
Erteilest du dem Müden,
Eh ganz sein Mut erschlafft,
Erquickung oder Frieden,
Und neue Heldenkraft.

Du scheuchest von dem Krieger
Das Grauen der Gefahr,
Und tröstet arme Pflüger,
Im dürren Mangeljahr.
Aus Wind und lauem Regen,
Aus Sonnenschein und Tau,
Verkündest du den Segen
Der zartbesproßten Au.

Von deinem Flügel düftet
Ein Balsam für den Schmerz;
Bei seinem Weben lüftet
Sich das beklommne Herz.
Dein Odem hauchet Kräfte
Verwelktem Elend ein;
Erstorbne kalte Säfte
Belebt dein milder Schein.

Du bist es, die dem Kranken
Die Todesqualen stillt;
Mit wonnigen Gedanken
Von Zukunft ihn erfüllt;
In seinen letzten Träumen
Das Paradies ihm zeigt,
Und unter grünen Bäumen
Die Lebensschale reicht.

Die du den armen Sklaven
Im dunkeln Schacht erfreust;
Von unverdienten Strafen
Erlösung prophezeist;
Dem im Tyrhenermeere
Die Last des Ruders hebst,
Und über der Galeere,
Wie Frühlingswehen, schwebst;

O Göttin! Deine Stimme
Tönt der Verzweifelung,
In ihrem tauben Grimme,
Noch oft Beruhigung.
Dein holder Blick entwinket
Sie gieriger Gefahr.
Der Todesbecher sinket,
Der schon am Munde war. -

Und ach! - Verschmähte Liebe
Bräch' ihren Wanderstab
Getrost entzwei, und grübe
Sich vor der Zeit ihr Grab.
Doch du hebst ihr im Leiden
Das schlaffe Haupt empor,
Und spiegelst ihr die Freuden
Erhellter Zukunft vor.

Das hat mein Herz erfahren! -
Schon lange wäre wohl
Von meinen Trauerjahren
Die kleine Summe voll;
Dem Kummer hingegeben,
Brach mir bereits der Blick;
Du locktest mich ins Leben
Mit Schmeichelei zurück. -

»Vielleicht, daß deiner Zähren
Die Letzte bald verschleicht.
Wie lange wird es währen,
So hauchest du vielleicht
Den Seufzer ihr entgegen,
Dem Lieb' und Glück verliehn,
Die Harte zu bewegen,
Die unempfindlich schien.

Und blieb' ihr Herz hienieden
Auch immer unerweicht;
So ist sie dir beschieden
Im Himmel noch vielleicht;
Im Himmelreich, wo Liebe
Die Seelen all' erfüllt,
Und jede Brust die Triebe
Der andern Brust vergilt.

Wann, sonder Erdenmängel,
Dein Reiz in Fülle blüht,
Und Anmut holder Engel
Dir aus dem Auge sieht;
Wann sich zur Engelseele
Die deinige verschönt,
Und himmlisch deine Kehle
Zur Himmelsharfe tönt:

Dann, süßer Lohn der Treue!
Beschleicht die leere Brust
Erbarmen oder Reue,
Voll reiner Liebeslust.
In Edens schönster Laube
Beseliget sie dich.« -
O Paradiesesglaube,
Erhalt' und stärke mich!

 

           Herr Bacchus

Herr Bacchus ist ein braver Mann,
Das kann ich euch versichern;
Mehr, als Apoll, der Leiermann,
Mit seinen Notenbüchern.

Des Armen ganzer Reichtum ist
Der Klingklang seiner Leier,
Von der er prahlet, wie ihr wißt,
Sie sei entsetzlich teuer.

Doch borgt ihm auf sein Instrument
Kein Kluger einen Heller.
Den frohere Musik ertönt
Aus Vater Evans Keller.

Obgleich Apollo sich voran
Mit seiner Dichtkunst blähet:
So ist Bacchus auch ein Mann,
Der seinen Vers verstehet.

Die mag am waldigen Parnaß
Wohl sein Diskant gefallen?
Hier sollte Bacchus Kantorbaß
Fürwahr weit besser schallen.

Auf, laßt uns ihn für den Apoll
Zum Dichtergott erbitten!
Denn er ist gar vortrefflich wohl
Bei großen Herrn gelitten.

Apoll muß tief gebückt und krumm
In Fürstensäle schleichen;
Allein mit Bacchus gehn sie um,
Als wie mit ihres gleichen.

Dann wollen wir aus den Parnaß,
Vor allen andern Dingen,
Das große Heidelberger Faß
Voll Nierensteiner bringen.

Statt Lorbeerbäume wollen wir
Dort Rebenstöcke pflanzen,
Und rings um volle Tonnen, schier
Wie die Bacchanten tanzen.

Man lebte so nach altem Brauch
Bisher dort allzunüchtern.
D'rum blieben die neun Jungfern auch
Von je und je so schüchtern.

Ha! zapften sie sich ihren Trank
Aus Bacchus Nektartonnen,
Sie jagten Blödigkeit und Zwang
Ins Kloster zu den Nonnen.

Fürwahr! sie ließen nicht mit Müh'
Zur kleinsten Gunst sich zwingen,
Und ungerufen würden sie
Uns in die Arme springen.

 

             Gabriele.

O wie schön ist Gabriele,
O wie schön, an Seel' und Leib!

Öfters ahndet meiner Seele,
Diese sei kein Erdenweib.
Fast verklärt, wie Himmelsbräute,
Ist sie fehllos ganz und gar.
Heiliger und schöner war
Nur die Hochgebenedeite,
Die den Heiland uns gebar.

 

           Amors Pfeil.

Amors Pfeil hat Widerspitzen.
Wen er traf, der lass' ihn sitzen,
Und erduld' ein wenig Schmerz!
Wer geprüften Rat verachtet,
Und ihn auszureißen trachtet,
Der zerfleischet ganz sein Herz.

 

          Der Liebesdichter.

Ich will das Herz mein Leben lang
Der Lieb' und Schönheit weihen,
Und meinen leichten Volksgefang
Der Liebe Schmeicheleien.
 

Denn wahrlich keines Lobes Ton
In aller Welt, gewähret
Dem Sänger einen süßern Lohn,
Als wenn er Schönheit ehret.

Wohlan, o Laute, werde dann
Der Schönen, die gesellig
Und freundlich ist, und danken kann,
Durch Lied und Lob gefällig!

Dein Schmeicheln mildert die Natur.
Schon lassen Schäferinnen
Sich hie und da, auf deutscher Flur,
Durch Lied und Lob gewinnen.

Du sollst noch manche Sommernacht,
Vor stillen Schäferhütten,
Das Mädchen, welches lauschend wacht,
Von mir zu träumen bitten.

Mir danket dann ihr Morgengruß,
Ihr liebevolles Nicken,
Ihr wonniglicher, warmer Kuß,
Ihr sanftes Händedrücken.

Erwerben werd' ich reiches Gut
An kleinen Herzenspfändern;
Und prangen wird mein Stab und Hut
Mit Rosen und mit Bändern.

Bei Spiel und Tanze werden mir
Die Schönsten immer winken;
Und, die ich fodre, werden schier
Sich mehr als Andre dünken.

Geliebt, geehrt, bis an mein Ziel,
Von einer Flur zur andern,
Werd' ich mit meinem Saitenspiel,
Herbeigerufen, wandern.

Und, wann ich längst gestorben bin,
Und unter Ulmen schlafe,
So weidet gern die Schäferin
Noch um mein Grab die Schafe;

Lehnt wankend sich auf ihren Stab,
Und senkt, voll heller Thränen,
Den sanften Blick zu mir herab,
Und klagt in weichen Tönen:

»Du, der so süße Lieder schuf,
So himmelsüße Lieder!
O weckte dich mein lauter Ruf
Aus deinem Grabe wieder!

Du würdest mich, nach deinem Brauch,
Gewiß ein wenig preisen.
Dann hätt' ich doch bei Schwestern auch
Ein Liedchen aufzuweisen.

Dein Schmeichelliedchen fäng' ich dann,
Sollt' auch die Mutter schelten.
O lieber, lieber Leiermann,
Wir wollt' ich's dir vergelten!«

Dann wird mein Geist, wie Sommerluft,
Aus seiner Ulme Zweigen,
Zu ihr herunter auf die Gruft,
Sie anzuwehen, steigen;

Wird durch des Wiesenbaches Rohr,
Und Blätter, die sich kräuseln,
Ein Lied in ihr entzücktes Ohr
Zu ihrem Lobe säuseln.

 

           An Agathe.

Nach einem Gespräche über ihre irdischen Leiden und
Aussichten in die Ewigkeit.

Mit dem naßgeweinten Schleier
Lösch' ich meine Thränen aus;
Und mein Auge schauet freier
Über Zeit und Grab hinaus.

Geist erhabner Prophezeiung,
Gottes Geist erleuchtet mich!
Lebensodem zur Erneuung
Weht gewiß auch über mich.

Jedes Drangsal dieses Lebens,
So dein weiches Herz gedrückt,
Zeuget, daß du nicht vergebens
Oft nach Trost hinaus geblickt.

Nein! Nicht schwelgendem Gewürme
Ewig überlaßner Raub,
Doch ein Spiel der Erdenstürme
Bleibet guter Herzen Staub.

Nein! In diese Wüsteneien
Sind wir ewig nicht gebannt.
Keine Zähre darf und reuen;
Denn sie fiel in Gottes Hand.

Was auf diese dürren Auen
Von der Unschuld Thränen fällt,
Wird gesammelt, zu betauen
Die Gefilde jener Zeit;

Die Gefilde, wo vom Schnitter
Nie der Schweiß der Mühe rann,
Deren Äther kein Gewitter
Und kein Nebel trüben kann.

Seufzer, deines Grames Zeugen,
Werden auf gen Himmel gehn,
Werden einst von Palmenzweigen
Kühlung dir herunter wehn.

Von dem Schweiße deiner Mühen
Der hier Undankbaren quillt,
Werden dort einst Blumen blühen,
Wie sie hier kein Lenz enthüllt.

Wann Verfolgung ihren Köcher
Endlich auf dich ausgeleert;
Wann dein Gold sich, vor dem Schwächer
Seines Glanzes, rein bewährt;

Und, zur Erntezeit der Saaten,
Da das Korn geworfelt wird,
Ausgestreuter Edelthaten
Keine Furcht im Siebe schwirrt. -

Heil der schönsten schöner Stunden,
Die sich um dein Leben drehn,
Welche dich, vom Zwang' entbunden,
Zu der Freiheit wird erhöhn! -

Zeuch mich dir, geliebte Fromme,
An der Liebe Banden nach!
Daß auch ich zu Engeln komme,
Zeuch, du Engel, dir mich nach!

Mich begleite jede Wahrheit,
Die du schmeichelnd mir vermählt,
Zu dem Urquell aller Klarheit,
Wo kein Reiz sich mehr verhehlt!

 

               Danklied.

Allgütiger, mein Hochgesang
Frohlocke dir mein Leben lang!
Dein Name sei gebenedeit,
Von nun an bis in Ewigkeit!

O Gott! An meiner Mira Brust
Durchschauert mich die fromme Lust.
Den du erschufst, der Traube Saft,
Gibt meinem Liede Schwung und Kraft.

Im Wonnetaumel thut mein Mund,
Du Geber, deine Gaben kund!
Kuß, Freudenmal und Becherklang
Entweihen keinen frommen Sang. -

Dies süße Mädchen, welches mir
Den Himmel küsset, danket dir,
Dir dankt es feurig mein Gesang!
Wie meine Liebe flammt mein Dank.

Die Tenne sollt mir ihre Gift;
Mir zinsen Garten, Forst und Trift;
Von mancher edlen Kelter fleußt
Für mich der Traube Feuergeist.

Auf Rebenbergen, fern und nah,
Am hohen Kap, zu Mallaga
Zu Hochheim, Zypern und Burgund
Troff Nektar schon für meinen Mund.

Auch mir führt, unter Tausenden,
Das reiche Schiff auch Indien
Gewürz und edle Spezerei
Und Saba's Bohnen mit herbei. -

Wer zählt die Gaben alle? Wer?
Zählt jemand auch den Sand am Meer?
Wer ist, der an dem Firmament
Die Summe der Gestirne nennt? -

Von dieser Unzahl weg den Blick!
Zurück, mein Geist, in dich zurück!
In diesem engumschränkten Bau,
Gott, welcher Gaben Wunderschau!

Du flößest Geist den Nerven ein,
Mit Kraft erfüllst du mein Gebein,
Strömst in die Adern reines Blut,
Und in die Brust gesunden Mut.

Ich fühle deinen schönen Mai,
Und Philomelens Melodei,
Des Sommers wollustvolle Luft,
Der Blume Farbenglanz und Duft.

Vor Tausenden gab deine Kunst
Des Liedes und der Harfe Kunst
In meine Kehle, meine Hand;
Und nicht zur Schande für mein Land!

Daß meine Phantasei, voll Kraft,
Vernichtet Welten, Welten schafft,
Und höllenab, und himmelan,
Sich senken und erheben kann;

Daß meines Geistes Auge hell
Der Dinge Wirrwarr, leicht und schnell,
Wie nicht ein jeder Erdenmann,
Durchspähen und entwickeln kann;

Daß ich, von freiem Biedersinn,
Kein Bube nimmer war und bin,
Nie werden kann mein Leben lang,
Durch Schmeicheleien oder Zwang:

Des freuet meine Seele sich,
Und meine Lippe preiset dich!
Dein Name sei gebenedeit,
Von nun an bis in Ewigkeit!