Biografie von Günderode

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Karoline Friederike Louise Maximiliane von Günderode wurde am 11. Februar 1780 in Karlsruhe als Tochter des badischen Hof- und Regierungsrats Hector von Günderode geboren. Als sie sechs Jahre alt war, starb ihr Vater, woraufhin sie mit ihrer Mutter und ihren sechs Geschwistern nach Hanau zog. Ihre Mutter wurde Hofdame beim Landgrafen Wilhelm von Hessen und lebte dort über ihre Verhältnisse, so dass sie selbst ihr Erbe verbrauchte. Da die Mutter ihren Töchtern das ihnen zustehende Erbteil verweigert, kommt es zu gerichtlichen Auseinandersetzungen. Im Alter von 17 Jahren trat sie aus wirtschaftlichen Gründen in das "von Cronstetten-Hynspergische adelige evangelische Damenstift" in Frankfurt am Main ein, eine standesgemäße Versorgungsanstalt für unvermögende Töchter aus guter Familie, wo sie finanziell eingeschränkt, aber kaum reglemtiert lebt. Im Jahre 1804 wurden "Gedichte und Phantasien" unter dem Pseudonym Tian veröffentlicht. Ihr Jahr 1805 war von wiederholten Krankheiten geprägt, wozu sich im darauffolgenden Jahr noch Depressionen und ein Augenleiden hinzugesellten. Nachdem sie zwei Jahre lang eine heimliche Liebe mit dem verheirateten Philologen Friedrich Creuzer führte, beendet dieser im Frühjahr 1806 das Verhältnis, woran Günderode seelisch zerbrach. Nachdem Creuzer Günderode am 18. Juli 1806 die Nachricht vom gänzlichen Kontaktabbruch übermitteln ließ, dauerte es nur noch acht Tage, bis sich Günderode am 26. Juli 1806 mit einem Dolch in Winkel am Rhein erstach.