Biografie von Hölty

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Ludwig Heinrich Christoph Hölty wurde am 21. Dezember 1748 in Mariensee bei Hannover als erster Sohn eines evangelischen Pfarrers geboren. Seine Mutter starb 1757 an Schwindsucht. Er selbst bekommt die Blattern, eine Krankheit, die er zwar überlebt zwar, die nächsten zwei Jahre aber zu Beinahe-Erblindung und dauerhaftem Leiden führte. Nur ein Jahr später heiratete sein Vater erneut. Hölty erhielt eine vielseitige Ausbildung. Insbesondere wurden ihm mehrere Sprachen gelehrt, so dass er 1765 auch auf eine Lateinschule in Celle ging. 1767 begann er ein Theologie-Studium in Göttingen. In dieser Zeit übersetzte er Texte aus dem Englischem, Griechischem und Italienischem; zudem beschloss er, Dichter zu werden. Am 12. September 1772  gründete er zusammen mit Johann Martin Miller, Johann Heinrich Voß und anderen Studenten den Dichterbund "Göttinger Hain", der sich im Sinne Friedrich Gottlieb Klopstocks gegen Aufklärung und Nachahmung der Franzosen und für Natur, Empfindung, Herz und Gefühl einsetzt. Hölty nannte sich seit dem "Haining". Noch im selben Jahr beendete er erfolglos sein Studium. Nachdem die meisten Mitglieder weggingen löste sich der Hainbund 1774 auf. Daraufhin kehrte Hölty ins Elternhaus nach Mariensee zurück und versuchte seinen Lebensunterhalt durch Übersetzungen und als Sprachlehrer zu bestreiten. Zu Beginn des Folgejahres erkrankte er an Tuberkulose. Am 17. September 1776 starb Hölty in Hannover.